Wenn uns die Corona-Pandemie eines gelehrt hat, dann ist es die Bedeutung einer guten Luftqualität in den Räumen, in denen wir leben und arbeiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind wir davon jedoch weit entfernt. Etwa 99% der Weltbevölkerung atmen Luft ein, die nicht den neuesten Empfehlungen entspricht. Schweißdämpfe sind ein solcher Verursacher. Dank des technologischen Fortschritts ist saubere Luft jedoch überall und für jeden am Arbeitsplatz greifbarer als je zuvor.
Selbst die Funktionsweise der einfachsten industriellen Schweißrauchfiltersysteme wird von den Betreibern meist nicht richtig verstanden. Infolgedessen erhalten diese Systeme nicht immer die Aufmerksamkeit und Wartung, die sie verdienen. Dieser Mangel an Kenntnissen wird heute durch den Mangel an technisch geschultem Personal noch verstärkt. Die Technik bietet hier einen Ausweg. Denn genau wie Maschinen werden auch Filtersysteme immer intelligenter und vernetzter. Sie sind jetzt IIoT-Geräte, die mit Sensoren ausgestattet sind, die ihre wichtigsten Leistungen abbilden und den Benutzern Dashboards und Daten zur Optimierung ihres Betriebs zur Verfügung stellen. Eine Investition, die nicht nur der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, sondern auch der Produktivität zugutekommt. Denn sie warnen, wenn eine Wartung erforderlich ist oder wenn es Probleme mit wichtigen Komponenten gibt, die zu Ausfallzeiten führen könnten.
Auch die Filtertechnik selbst hat sich im letzten Jahrzehnt stark verändert. Und das schafft Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz Ihres Systems. Wie gut ein Filter funktioniert, hängt von vielen Parametern ab, die im Allgemeinen die goldene Mitte zwischen seiner Fähigkeit, Partikel aus dem Luftstrom zu entfernen, und der dafür erforderlichen Energie finden müssen. Viele Nutzer haben sich in den letzten Jahren für eine geringere Anfangsinvestition und damit für eine geringere Effizienz entschieden, um Kosten zu sparen, oder sie haben die ursprünglichen Filter nach der Wartung durch leistungsschwächere, billigere Alternativen ersetzt. Beide Vorgehensweisen gehen auf Kosten der Luftqualität und sind auf lange Sicht oft teurer.
Dank fortschrittlicher Filtertechnologie sind keine Kompromisse mehr nötig. Innovative Filtermedien wie Nanofaser- und EPTFE-Membranen können einen hohen Prozentsatz schädlicher Partikel, z. B. in Schweißrauch, mit einem Durchmesser von weniger als 1 µm auffangen, ohne die Energiekosten wesentlich zu erhöhen. Die Filter werden jetzt so konstruiert, dass sie einen größeren Arbeitsbereich haben, weniger Druck benötigen und leichter zu reinigen sind, was zu weniger Energieverbrauch und Abfall führt.
Dennoch wird die Filtration von Schweißrauch immer Energie erfordern. Wählen Sie daher ein möglichst energieeffizientes Verfahren und eine möglichst energieeffiziente Ausrüstung, um die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten. Durch die Investition in Systeme mit energieeffizienter Technologie, wie z. B. Antriebe mit variabler Drehzahl, effizientere Filtermedien, intelligente Steuersysteme, die die Luft je nach Bedarf oder tatsächlichen Qualitätsmessungen erfassen, können Unternehmen im Vergleich zu einem herkömmlichen manuell gesteuerten System bis zu 70% ihrer Energiekosten einsparen. Es lohnt sich also, Filtrations- und Lüftungssysteme zu überdenken, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreise und Nachhaltigkeitsziele.
Wir sollten die Luft, die wir atmen, und die Systeme, die sie für uns filtern, nicht als selbstverständlich ansehen. Die Erkenntnis, wie wichtig gesunde Luft am Arbeitsplatz für Sicherheit, Produktivität und Nachhaltigkeit ist, macht deutlich, wie entscheidend unsere Investitionen in industrielle Systeme und deren Wartung für den Gesamtbetrieb sind. Dem Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen von z. B. Schweißdämpfen muss mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der Wandel liegt in der Luft, und er beginnt mit der Entscheidung für innovative Technologien, die eine sauberere Zukunft gewährleisten können.