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Motion-Kunststoff als nachhaltiger Werkstoff an der Spitze
Der i.Sense Lifetime-Sensor für Kabelbahnen.

Bewegung Kunststoff als nachhaltiges Material - Speerspitze

Mit Hochleistungskunststoffen einen Beitrag zu einer umweltbewussten, schmiermittelfreien Welt leisten. Das ist das Credo der deutschen IGUS, mit dem sie demnächst auf der Hannover Messe ein Zeichen setzen will.  

Auf seiner Online-Pressekonferenz am 12. Mai ließ der Weltmarktführer u.a. von Gleit- und Linearlagern, hochflexiblen Kabeln und - natürlich - von Motion Plastics im Allgemeinen keinen Zweifel aufkommen: Das Unternehmen setzt voll auf die Karte der hohen Lebensdauer und geht in dieser Hinsicht weiter als je zuvor. Wer beispielsweise die 234.000 auf Lager befindlichen Artikel durchstöbert, wird feststellen, dass ein Online-Konfigurator es ermöglicht, die voraussichtliche Lebensdauer jedes einzelnen Artikels zu berechnen. 

Gleichzeitig stand die Online-Veranstaltung ganz im Zeichen der anwendungsorientierten, innovativen Werkstofftechnik, die IGUS zu bieten hat. Wir erinnern an einige wichtige Orgelpunkte.

1. Selbstschmierende Kunststoffgleitlager aus recycelten Produktionsabfällen 100%

Eine Referenz in der Kreislaufwirtschaft, da kein frisches Granulat verwendet wird. Aufgrund der selbstschmierenden Eigenschaften sind keine zusätzlichen Schmiermittel erforderlich. IGUS liefert die Gleitlager in vier Werkstoffvarianten und zwölf Größen. Zusätzlich wurde für jedes der Modelle ein Gesamt-Carbon-Footprint ermittelt, der online verfügbar ist.

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Kreislaufwirtschaft durch Wiederverwertbarkeit von 100%.

2. Geräuscharmes Kugellager

Durch die Verwendung von zwei unterschiedlichen Bewegungskunststoffen wird eine außergewöhnlich hohe Geräuschdämpfung erreicht. Der Innenmantel der Kugellager ist ein relativ weiches Material, das mit den Kugeln in Kontakt ist. Er hat starke Dämpfungseigenschaften und ist zudem verschleißfest. Der andere Kunststoff besteht aus der harten Schale, die auch in den Abmessungen für die nötige Stabilität sorgt. 

IGUS zielt vor allem auf Anwendungen, bei denen hohe Geschwindigkeiten auch einen niedrigen Geräuschpegel erfordern, wie z.B. in der Lüftungstechnik von Klimaanlagen oder Computerkühlsystemen. 

3. DLP-Harz 

Die Vielseitigkeit der DLP-Technologie ist inzwischen allgemein bekannt. Insbesondere für den 3D-Druck von Miniaturteilen ohne Nachbearbeitung ist die Technik eine leistungsstarke Alternative. Dennoch gibt es noch viel Brachland, vor allem in Bezug auf die Materialien. IGUS' Iglidur i3000 zum Beispiel wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen Bauteile Reibung und Verschleiß ausgesetzt sind. Die Lebensdauer des neuen Materials beträgt jedoch das bis zu Sechzigfache dessen, was herkömmliche 3D-Harze leisten können. Dadurch kann IGUS sein Angebot an kundenspezifischen 3D-Bauteilen erheblich erweitern, da nun auch sehr kleine technische Bauteile wie Zahnräder und dergleichen hergestellt werden können. 

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Selbstschmierendes Kunststoffgleitlager aus dem Recyclingmaterial 100%.

4. Lineartechnik

Ein lineares Gleitsystem, das aus einer beschichteten Aluminiumschiene in Kombination mit einem reibungsarmen Kunststoff besteht und einen Reibungskoeffizienten von nur 0,16 erreicht. Es wurde auf den Namen Iglidur E3 getauft und läuft 100% trocken, d.h. auch hier werden keine Schmiermittel benötigt. 

Neben der Wahl eines geeigneten Basispolymers erwies sich auch die Faserorientierung im Kunststoff als wichtiger Faktor. Zu den ersten Anwendungen gehören Miniaturleiter für Desktop-Systeme und Laborgeräte.

5. i.Sense Lebensdauer-Sensor

Ein Musterbeispiel für die intelligenten Kunststoffe von IGUS. Ein Miniatursensor, der es ermöglicht, die Lebensdauer von Kabelbahnen in Abhängigkeit von der Abnutzung zu überwachen und vorherzusagen. Das Innere des Sensors besteht aus einer Kunststoffmatrix, in die leitende Zonen eingefügt wurden. Mit der Abnutzung ändert sich der gegenseitige Widerstand zwischen den Zonen, woraus sich die Restlebensdauer des Kabelschuhs ableiten lässt. 

Der Sensor kann auch direkt und ohne Internetverbindung an eine SPS angeschlossen werden. Dank der mitgelieferten Auswerteelektronik kann der Zustand des Gleises in Echtzeit überwacht werden, wodurch das System sehr elegant in einen vorausschauenden Wartungsprozess eingebunden werden kann.    

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