Flexibilität ist das Schlüsselwort in modernen Produktionsumgebungen. Angebot und Nachfrage ändern sich ständig. Die einfache Lösung, ein paar zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, ist jedoch nicht mehr so einfach. Technisches Personal ist extrem schwer zu finden. Also Automatisierung. Wer sich für Werkzeugmaschinen entscheidet, die unbemannt arbeiten können, macht sich bereits viele Möglichkeiten zu eigen. Wenn man einen Cobot zum Be- und Entladen dieser Maschinen einsetzt, kann man eine zusätzliche Schicht in der Nacht oder am Wochenende übernehmen.
Branchenexperten zufolge werden im nächsten Jahrzehnt 4,6 Millionen Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe unbesetzt bleiben. Ein Mangel, der sich nicht nur auf spezialisierte Aufgaben wie Schweißen beschränkt, sondern auch auf Montage, Verpackung und das Be- und Entladen von Maschinen zutrifft. Letzteres ist eine der sich am meisten wiederholenden Aufgaben, die Ihre Mitarbeiter ausführen. Die Automatisierung der Maschinenbeschickung gilt daher als leichtes Ziel. Schließlich eignen sich diese Aufgaben ideal für die Automatisierung und können oft einen hohen ROI aufweisen. Wenn Sie diese Aufgabe einem Roboter oder einem Cobot überlassen, können Sie die Talente Ihrer Mitarbeiter besser und intelligenter anderweitig einsetzen, und die Verletzungsgefahr ist geringer (insbesondere bei größeren, schwereren Teilen). Außerdem lassen Roboter und Cobots ihre Aufmerksamkeit nicht abschweifen, so dass das Risiko von Fehlern ausgeschlossen ist. Bei einer CNC-Maschine zahlt sich das in mehr Spindelstunden und damit mehr Produktion aus, denn die Maschine kann nun auch nachts oder am Wochenende ungestört arbeiten, während Ihre Mitarbeiter mehr Freude an anderer Arbeit haben. Eine Investition also, die für alle gut ist.
Bei herkömmlichen Robotern stoßen Metallarbeiter jedoch manchmal an ihre Grenzen, was die Kosten und den Platzbedarf in der Werkstatt angeht. Cobots hingegen können die gleiche Flexibilität wie Menschen an den Tag legen und sich schnell an unterschiedliche Situationen und Anwendungen anpassen.
Diese Eigenschaft verdankt der Roboter vor allem seiner einfachen Programmierung, aber auch seiner potenziellen Mobilität, die es ihm ermöglicht, auf mehreren Maschinen eingesetzt zu werden. Die benutzerfreundliche Sprache, die der Cobot spricht, bedeutet, dass Ihre Mitarbeiter keine Kenntnisse in Programmiersprachen haben müssen, um mit ihm zu arbeiten. Diejenigen, die lesen können und genau wissen, was mit dem Roboter zu tun ist, können ihn mit minimaler Schulung tatsächlich programmieren und wieder in Gang bringen, falls ein Problem auftritt. Aufgrund dieser Einfachheit und Schnelligkeit der Programmierung kann der Cobot in der heutigen "High-Mix-Low-Volume"-Produktion problemlos eingesetzt werden. In seinem Speicher können zahlreiche Programme gespeichert werden, so dass er überall in der Werkstatt eingesetzt werden kann. Vor allem, wenn er mit einem AMR (autonomer mobiler Roboter) kombiniert wird. Dadurch kann er unabhängig arbeiten, aber er kann auch auf zahlreiche Arten montiert oder befestigt werden, um die von Ihnen benötigte Reichweite zu erreichen.
Einer der Hauptunterschiede zwischen Robotern und Cobots ist die Sicherheitsumzäunung, die im Falle eines Cobots nicht mehr erforderlich ist. Cobot-Hersteller müssen sicherstellen, dass sie ein eigensicheres Gerät liefern. Mit anderen Worten: Wenn sich Menschen der Werkzeugmaschine nähern, sollten Cobots langsamer werden oder sogar ganz zum Stillstand kommen, um jegliches Verletzungsrisiko zu vermeiden. Sie sollten jedoch nicht vergessen, eine Risikoanalyse der Situation vor Ort an Ihrem Arbeitsplatz durchzuführen, um diese Theorie mit sicheren Praktiken zu kombinieren. Mit ein paar Scannern an der richtigen Stelle können Sie in der Regel eine sichere Arbeitsumgebung für Ihren Cobot und Ihre Mitarbeiter schaffen. Die Produktivität muss also wirklich nicht beeinträchtigt werden.