Wer kann heute noch ohne weiteres Personal für seine Werkzeugmaschinen finden? Nur wenige Unternehmer werden diese Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten können. Im Gegenteil, der Mangel an Arbeitskräften steht dem Wachstum oft im Wege. Der "War for Talent" wird technische Talente in den kommenden Jahren noch knapper machen. Wer wachsen will, muss sich daher mit der Automatisierung beschäftigen. Eine Option, die heute auch für jedes Metallunternehmen interessant geworden ist. Der technologische Fortschritt hat die Hürden für Investitionen in die Robotisierung deutlich gesenkt. Dieser Artikel soll Ihnen die letzten Zweifel aus dem Kopf schlagen.
Die Automatisierung eignet sich nur für Standardprodukte und große Serien. Es gibt kein größeres Missverständnis in der Metallindustrie, das wir damit für immer ausräumen wollen. Überall auf der Welt nehmen die Losgrößen ab; die Produktion von "High Mix, Low Volume" wird zur Norm. Ein Trend, den Roboterhersteller und -integratoren vorausgesehen haben. In den letzten Jahren haben sie begonnen, sich mehr auf die Flexibilität zu konzentrieren, die erforderlich ist, um eine größere Vielfalt von Produkten zu handhaben. Sogar bis hin zu Einzelstücken.
Um diese Schwelle zu senken, wurde z. B. die Komplexität der Programmierung erheblich reduziert. Sie müssen also keinen Roboterprogrammierer einstellen, um Ihre CNC-Maschinen automatisch zu be- und entladen. Mit der richtigen Schulung können Sie Ihre Roboter in kürzester Zeit eine zusätzliche Schicht am Abend oder am Wochenende arbeiten lassen.
Flexibilität erfordert auch die Fähigkeit, Materialien unterschiedlicher Größe und Form in Werkzeugmaschinen ein- und auszuführen. Ein Klauenpaar, das für jedes Produkt geeignet ist, wurde noch nicht erfunden. Aber so wie in einer Werkzeugmaschine mehrere Werkzeuge ausgewählt werden können, kann der Roboter auch die richtigen Werkzeuge für bestimmte Produkte aus einem Lager holen.
Wer Automatisierung sagt, denkt oft an hohe Kosten. Auch in diesem Bereich hat es in den letzten Jahren Fortschritte gegeben. Die Robotertechnik ist viel erschwinglicher geworden, aber sie hat natürlich immer noch ihren Preis. Während es für die meisten Unternehmer offensichtlich ist, aus Excel-Tabellen oder Daten aus Softwarepaketen abzuleiten, wie viel die Investition in eine neue CNC-Maschine einbringen wird, ist dies bei einem Roboter eine viel schwierigere Geschichte. Vor allem, wenn noch keiner in der Werkstatt arbeitet.
Es ist wichtig zu wissen, dass ein Roboter eine besondere Auswirkung auf den gesamten Betrieb haben kann. Für Sie als Unternehmer ergeben sich neue Möglichkeiten, z. B. die Produktion in der Nacht und an Wochenenden. Mit anderen Worten: Ihre Spindeleffizienz wird sich erheblich steigern.
Nicht nur Ihre Maschinen können besser ausgelastet werden, sondern auch Ihre Mitarbeiter, da der Roboter ihnen die sich wiederholenden Arbeiten abnimmt und sie ihr technisches Talent auf die eigentliche Bearbeitungsarbeit konzentrieren können. Dies sind ebenfalls Faktoren, die bei der Abwägung der Rentabilität der Investition in einen Roboter zu berücksichtigen sind. Um den vollen Nutzen aus dem ersten Roboter in Ihrer Werkstatt zu ziehen, sollten Sie daher einen Schritt zurücktreten und prüfen, wie und wo Ihre Produktionsprozesse durch die Einführung eines Roboters weiter optimiert werden können.
Aber welche Art von Automatisierungslösung wäre für Ihre Produktion am besten geeignet? Auch das ist nicht leicht zu quantifizieren, wenn Sie an einer ersten Automatisierungslösung arbeiten wollen. Die Wahl von Partnern, die sich auf diesem Gebiet bereits bewährt haben, ist daher eine kluge Entscheidung. Sowohl Werkzeugmaschinenhersteller als auch Hersteller von Robotern und Robotiklösungen können Ihnen auf Ihrem Weg helfen. In den letzten Jahren wurden bereits große Fortschritte bei der Schaffung offener Schnittstellen gemacht, damit Ihre Werkzeugmaschinen und Ihr Roboter problemlos miteinander kommunizieren können.
Die allgemeine Maxime "keep it simple, stupid" gilt sicherlich auch hier. Automatisierung und Robotisierung müssen nicht unnötig komplex und teuer werden, selbst wenn Sie eine auf Ihre Produktion zugeschnittene Lösung wünschen. Schließlich gibt es heute eine ganze Reihe von Standardtechnologien, um die ersten Schritte auf effiziente Weise zu tun. Je niedriger Sie die Schwelle setzen können, desto leichter wird diese Technologie auch von Ihren Mitarbeitern in der Produktion unterstützt werden, und desto schneller werden Sie die Vorteile ernten können. Um einen kürzeren ROI zu erreichen, ja, aber auch um neue, längerfristige Möglichkeiten zu erkennen. Denn wenn man einen Roboter an einer Maschine in Aktion sieht, wird deutlich, welche Vorteile er an einer anderen Maschine bringen kann.
Doch bevor Sie den Hörer in die Hand nehmen, um Ihre erste Bestellung aufzugeben, sollten Sie Folgendes bedenken. Denken Sie daran, dass Automatisierung in erster Linie eine Geschichte der Menschen ist. So widersprüchlich das auch klingen mag. Die Technologie, in die Sie investieren, dient in erster Linie dazu, Ihre Mitarbeiter zu unterstützen. Damit sie weniger belastet sind und mehr leisten können. Damit sie das Beste aus ihren Talenten machen können und mehr Freude an ihrer Arbeit haben. Der Einzug eines Roboters wirkt sich also nicht nur auf die Produktivität, sondern auch auf das Arbeitsklima und die Innovationskraft in Ihrem Unternehmen aus.